Auf ein Wort

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein... hier finden Sie in loser Folge ein gutes Wort für den Tag, ein Gedicht, ein Gebet, eine Geschichte zum Nachdenken ...

Sommerpsalm

Im Übrigen meine ich, dass Gott, unser Herr, uns einen großen Sommer schenke.
Den Familien einen Korb voll Ruhe und viele hoffnungsvolle Blicke auf grün und blau.
Wiesen und Wasser und weiße Strände.

Leise Monate.

Dass er das Geschrei aus der Welt nimmt und Stille verordnet.
Dazu gehört, dass er den Kriegern das Handwerk aus den Händen nimmt.
Und denen, die ohne Arbeit sind, die Hoffnungslosigkeit.
Und die Mächtigen nicht zu Mafiosi werden lässt.

Alle können wir daran mittun und daran arbeiten, dass das Leben langsamer verläuft,
dass die Welt alle Aufregung verliert.
Und die Menschen sich länger ansehen können, um sich zu sagen: Wir lieben euch!

Gott, unser Herr, möge diese Stille segnen.
Möge diese Stille denen überall in die Ohren blasen,
die unsere Zeit noch schneller machen möchten und damit noch kürzer, noch atemloser.
Gott, unser Herr, wir bitten dich: Mach es!

Auf dass unser Herz wieder Luft schnappen kann,
unser Auge aufhört zu zappeln
und unser Ohr wieder richtig hört und nicht alles vergisst.

Denen, die uns dies austreiben möchten, möge Gott, der Herr, einen Blitz ins Gesäß jagen,
damit sie ihr unmenschliches Tun einsehen
und die Menschen seines Wohlgefallens in Ruhe lassen.

Und wir wollen unseren Herrgott abermals bitten,
dieses Ansinnen von uns und überall zu segnen.
Und weil es sein muss sofort und immerdar!

Danke und Amen.

Hanns Dieter Hüsch