Kirchengemeinde Ahaus

Abschiedsgottesdienst in der Gnadenkirche

Nach der Magdalenenkirche in Heek nimmt die Ev. Kirchengemeinde auch von der Gnadenkirche in Legden Abschied.

Zehn Jahre nach ihrer Neugestaltung findet in der Gnadenkirche am 28. Juni der letzte Gottesdienst statt, bevor die Schlüssel symbolisch an Gabi Uppenkamp, die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Legden, übergeben werden. Die offizielle Entwidmung des Kirchenraums wird auch diesmal die ehemalige Superintendentin des Kirchenkreises Susanne Falcke vornehmen. 

Bereits zum Juli wird die Gemeinde Legden als Mieterin in die Gnadenkirche einziehen, um sie künftig kulturell und sozial zu nutzen. Ein ausgearbeitetes Nutzungskonzept gibt es noch nicht, aber viele gute Ideen. In jedem Fall bleibt die Kirche als Ort der Begegnung für die Legdenerinnen und Legdener erhalten. Orgel, Stühle und das Mobiliar des Altarraums sollen schon bald eine neue Heimat in der Johanneskirche in Schöppingen finden. 

Die Gnadenkirche wurde 1954 als „Evangelische Kapelle“ errichtet. Erst 1970 erhielt sie ihren heutigen Namen „Gnadenkirche“. Sie wurde seinerzeit mit einfachen Mitteln und viel Eigenleistung im „Evangelischen Viertel“ errichtet und war für zahlreiche Menschen, die durch den Krieg ihr Zuhause verloren hatten, ein wichtiger Ort, um hier in der Fremde Heimat zu finden. 454 Kinder und Erwachsene wurde in ihr getauft, 343 Jugendliche wurde hier konfirmiert, 140 Paare wurde in dieser Kirche Gottes Segen für ihre Ehe zugesprochen. Und auch im letzten Gottesdienst gibt es noch ein Ehejubiläum zu feiern.

Der gesamtgemeindliche Gottesdienst beginnt an diesem Tag um 10:30 Uhr. Die Gemeinde ist herzlich eingeladen.